Rotes Höhenvieh alter Zuchtrichtung e. V.

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Online-Bibliothek zum Roten Höhenvieh und seinen historischen Rotviehschlägen

Auswahl historischer und moderner Literatur mit Direktlinks.

Hinweise zur Benutzung

Die Angabe zum „Quellenwert“ bewertet nicht die inhaltliche Aussage, sondern die Eignung als Beleg für historische bzw. wissenschaftliche Arbeiten. „Sehr hoch“ steht vor allem für Primärquellen, Dissertationen, peer-reviewte Studien und amtliche Forschungsberichte.

Chronologische Bibliographie

1896 — Ernst Ludwig Leithiger: Das Vogelsberger Rind und seine Zucht
Monographie. Population/Schlag: Vogelsberger; Rhön; Westerwälder; Wittgensteiner; Taunus; Odenwälder; Harzer. Thema: Zuchtgeschichte, Typ, Leistung, Zuchtorganisation. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Volltext + Scan.
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1897 — Oskar Knispel: Die Verbreitung der Rinderschläge in Deutschland nebst Darstellung der öffentlichen Zuchtbestrebungen
Monographie / DLG. Population/Schlag: deutsche Rinderschläge. Thema: Historische Verbreitung, Zuchtorganisation. Quellenwert: Hoch. Zugang: Digitalisat/Nachweis.
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1899 — August Lydtin; Hugo Werner: Das deutsche Rind
Standardwerk / DLG. Population/Schlag: deutsche Rinderrassen inkl. rotes Höhenvieh. Thema: Rassekunde, Verbreitung, Leistung. Quellenwert: Hoch. Zugang: Katalog/Digitalisat.
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1903 — Werner Ritgen: Das Waldecker Rind
Dissertation, Universität Jena. Population/Schlag: Waldecker. Thema: Zuchtgeschichte, Fremdeinflüsse, Rassetyp. Quellenwert: Hoch. Zugang: Bibliographischer Nachweis.
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1910 — Otto Heine: Studien über das Harzrind mit besonderer Berücksichtigung des Oberharzer männlichen Zuchtviehs
Dissertation. Population/Schlag: Harzer. Thema: Bullen, Zucht, historische Literatur. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: AGRIS-Nachweis.
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1914 — Karl Klein: Entwicklung und Stammesaufbau der Vogelsberger Rinderrasse
Dissertation, Universität Gießen. Population/Schlag: Vogelsberger. Thema: Stammesaufbau, frühe Ahnen/Urbullen. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Bibliographischer Nachweis.
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1931 — Hans Walther: Untersuchungen über das Wachstum und die Ausbildung der Körperformen Westerwälder Rinder unter dem Einfluß des Weidegangs auf meliorierten und gedüngten Gemeindeviehweiden und nicht meliorierten und gedüngten Weiden
Wissenschaftliche Arbeit. Population/Schlag: Westerwälder. Thema: Wachstum, Körperform, Weide. Quellenwert: Hoch. Zugang: Bibliographischer Nachweis.
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1939 — Karl Wittenberg: Über Wasseransprüche des Vogelsberger Rindes
Dissertation, Gießen. Population/Schlag: Vogelsberger. Thema: Physiologie, Wasserbedarf, Haltung. Quellenwert: Mittel-hoch. Zugang: AGRIS-Nachweis.
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1939 — H. Tornede: Das Problem der Arbeitsleistung bei Milchkühen unter besonderer Berücksichtigung des roten Höhenviehs
Züchtungskunde 14. Population/Schlag: Rotes Höhenvieh. Thema: Zug-/Arbeitsleistung. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Bibliographischer Nachweis.
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1949 — H. Tornede: Das deutsche Rotvieh
Arbeiten der DGfZ, Heft 78, 224 S.. Population/Schlag: Deutsches Rotvieh. Thema: Zuchtgeschichte, Konsolidierung der Rotviehschläge. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Bibliographischer Nachweis.
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1976 — August Lange: Das Wittgensteiner Bleßvieh
Beiheft 5 der Zeitschrift Wittgenstein. Population/Schlag: Wittgensteiner. Thema: Regionalgeschichte, Bleßvieh. Quellenwert: Hoch. Zugang: Bibliographie.
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1985 — Uwe Arnold: Ein Beitrag zum Harzer Rotvieh
Inaugural-Dissertation, Gießen. Population/Schlag: Harzer. Thema: Geschichte und Zustand kurz vor/während Erhaltungsphase. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Literaturnachweis.
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1988 — Jörg Bremond; Hess: Zur Rettung des Roten Höhenviehs
Naturschutz heute 6, S. 33–36. Population/Schlag: RHV. Thema: Frühe Erhaltungsphase. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Sekundär nachgewiesen.
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1988 — Happel: Erfahrungen bei der Beweidung des NSG Ernstberg bei Sichenhausen mit dem Roten Vogelsberger Höhenvieh
Naturschutz heute 6, S. 37–42. Population/Schlag: Vogelsberger/RHV. Thema: Naturschutz, Beweidung. Quellenwert: Hoch. Zugang: Sekundär nachgewiesen.
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1997 — Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH): Das Rotvieh – Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 1997
Broschüre. Population/Schlag: Rotvieh/RHV. Thema: Erhaltung, Rassegeschichte, Öffentlichkeitsarbeit. Quellenwert: Mittel-hoch. Zugang: Literaturnachweis.
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1998 — AG Harzer Rotvieh: Harzer Hirten – Harzer Kühe in Geschichte, Gegenwart und Zukunft
Buch, Papierflieger, 255 S.. Population/Schlag: Harzer. Thema: Regional- und Zuchtgeschichte. Quellenwert: Hoch. Zugang: Literaturnachweis.
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1999 — Anne Strüber: Genanteile, bedeutende Ahnen und Inzucht im Roten Höhenvieh sowie verwandtschaftliche Querverbindungen zu den Rassen Angler und Rotes Dänisches Milchvieh
Dissertation, TiHo Hannover. Population/Schlag: RHV. Thema: Pedigree, Ahnen, Fremdgenanteile, Inzucht. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: DDB-Nachweis.
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2000 — Manfred Golze; C. Görner; M. Klunker; C. Schröder: Ergebnisse der Milchleistungsprüfung sowie Wachstums-, Schlacht- und Mastleistung von Rindern der Rasse Rotes Höhenvieh
Fachbericht. Population/Schlag: RHV. Thema: Milch, Wachstum, Mast, Schlacht- und Fleischqualität. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Volltext PDF.
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2001 — Gerd Bauschmann: Das Rote Höhenvieh – Zuchtgeschichte, aktuelle Situation und Einsatzmöglichkeit in der Landschaftspflege
CHIONEA 16, S. 21–56. Population/Schlag: RHV + historische Schläge. Thema: Gesamtdarstellung, Landschaftspflege, umfangreiche Literatur. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Volltext/Online.
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2002 — Henner Simianer u. a.: Molekulargenetische Differenzierung verschiedener Rotviehpopulationen
BMVEL, Angewandte Wissenschaften 493. Population/Schlag: RHV-Teilpopulationen + europäische Rotviehpopulationen. Thema: Mikrosatelliten, genetische Differenzierung. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: AGRIS + Projektseite.
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2002 — B. Balzer: Züchterische Bewertung verschiedener Strategien zur Erhaltung der Diversität des Roten Höhenviehs
Abschlussarbeit, Universität Göttingen. Population/Schlag: RHV. Thema: Erhaltungszucht, Diversität, Zuchtstrategien. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Literaturnachweis.
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2002 — Dieter Popp: Regionalvermarktung von Harzer Rotem Höhenvieh in der Harzer Gastronomie. Abschlussbericht
Abschlussbericht, 44 S.. Population/Schlag: Harzer/RHV. Thema: Erhalten durch Nutzen, Vermarktung. Quellenwert: Mittel-hoch. Zugang: Nachweis.
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2005 — Henner Simianer: Das Harzer Rotvieh – reif für die Arche?
Beitrag Universität Göttingen. Population/Schlag: Harzer/RHV. Thema: Gefährdung, Erhaltungszucht. Quellenwert: Hoch. Zugang: Volltext-Sammelband.
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2005 — Hermann Josef Roth: Das Westerwälder Rind
in: Alte und gefährdete Haustierrassen, S. 77–87. Population/Schlag: Westerwälder. Thema: Regionalgeschichte, Erhaltung. Quellenwert: Mittel-hoch. Zugang: Bibliographischer Nachweis.
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2010 — Carina Kehr; M. Klunker; R. Fischer; E. Groeneveld; U. Bergfeld: Untersuchungen zu einem Monitoring genetischer Diversität bei Nutztierrassen: Ergebnisse zum Roten Höhenvieh
Züchtungskunde 82(5), 387–399. Population/Schlag: RHV. Thema: Pedigree, Inzucht, effektive Populationsgröße. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Volltext/Nachweis.
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2010 — Friedrich Opes: Das Wittgensteiner Bleßvieh und das mitteldeutsche Rotvieh im Raum Winterberg
De Fitterkiste 19, S. 113–121. Population/Schlag: Wittgensteiner. Thema: Regionalgeschichte. Quellenwert: Mittel-hoch. Zugang: Bibliographie.
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2011 — Friedrich Opes: Das Wittgensteiner Bleßvieh und das mitteldeutsche Rotvieh im Raum Winterberg
Wittgenstein 75(4), S. 165–172. Population/Schlag: Wittgensteiner. Thema: Regionalgeschichte. Quellenwert: Mittel-hoch. Zugang: Bibliographie.
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2014/2016 — A. Ludwig; D. Lieckfeldt; U.G.W. Hesse; K. Froelich: Tracing the maternal roots of the domestic Red Mountain Cattle
Mitochondrial DNA 27(2), 1080–1083. Population/Schlag: RHV. Thema: mtDNA, maternale Gründerlinien. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: PubMed.
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2018–2021 — JLU Gießen; Universität Kassel u. a.: Q-Fleisch RHV – Entwicklung einer Zuchtwertschätzung und von Fütterungsstrategien zur Verbesserung der Fleischqualität beim Roten Höhenvieh
BLE-Forschungsprojekt 2816BM010. Population/Schlag: RHV. Thema: Fleischqualität, Fütterung, Zuchtwertschätzung. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Projekt + Abschlussbericht.
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2020 — K. Halli; K. Brügemann; M. Bohlouli; S. König: Time-lagged and acute impact of heat stress on production and fertility traits in the local dual-purpose cattle breed Rotes Höhenvieh under pasture-based conditions
Animal 14. Population/Schlag: RHV. Thema: Hitzestress, Wachstum, Fruchtbarkeit, Weide. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Open Access.
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2021 — L. Schulz; K. Halli; S. König; A. Sundrum: Potenziale der Erzeugung von Qualitätsfleisch in der Population Rotes Höhenvieh
Züchtungskunde 93, 362–378. Population/Schlag: RHV. Thema: Fleischqualität, IMF, Management/Fütterung. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Nachweis/Volltext im Dissertationskontext.
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2022 — K. Halli; M. Bohlouli; L. Schulz; A. Sundrum; S. König: Estimation of direct and maternal genetic effects and annotation of potential candidate genes for weight and meat quality traits in a genotyped outdoor dual-purpose cattle breed
Genetics Selection Evolution / Open Access. Population/Schlag: RHV. Thema: SNP/Genomik, Gewicht, Fleischqualität, Kandidatengene. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Open Access.
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2022 — mehrere Autoren: Inbreeding and pedigree analysis of the European red dairy cattle
Journalartikel / Open Access. Population/Schlag: RHV im europäischen Vergleich. Thema: Pedigree, Inzucht, effektive Populationsgröße. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Open Access.
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2024 — K. Halli; S. König; I.J. Giambra: Association study between SNP markers located in meat quality candidate genes with intramuscular fat content in an endangered dual-purpose cattle population
Translational Animal Science. Population/Schlag: RHV. Thema: SNPs, CAPN1/CAST/DGAT1/FABP4/RORC/TG, IMF. Quellenwert: Sehr hoch. Zugang: Open Access.
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2024 — Sächsische Fachverwaltung: Gefährdete einheimische Rinderrasse: Das Vogtländische Rotvieh
Fachinformation. Population/Schlag: Vogtländisches Rotvieh. Thema: Zuchtgeschichte, heutige Erhaltung. Quellenwert: Hoch. Zugang: Volltext PDF.
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ohne Jahr — Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft: Vogtländisches Rotvieh – ein alter sächsischer Rotviehschlag kehrt zurück

Schriftenreihe DGfZ, Heft 15. Population/Schlag: Vogtländisches Rotvieh. Thema: Wiederaufbau, Zuchtgeschichte. Quellenwert: Hoch. Zugang: Inhaltsnachweis.
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Thematische Kernbestände

Historische Herkunft und regionale Schläge: Leithiger 1896, Knispel 1897, Lydtin/Werner 1899, Ritgen 1903, Heine 1910, Klein 1914, Walther 1931, Tornede 1939/1949.

Wiederentdeckung und Erhaltungszucht: Arnold 1985, Bremond/Hess 1988, GEH 1997, AG Harzer Rotvieh 1998, Bauschmann 2001, Balzer 2002.

Populationsgenetik: Strüber 1999, Simianer 2002, Kehr et al. 2010, Ludwig et al. 2014/2016, europäische Pedigreeanalyse 2022.

Leistung, Fleischqualität und moderne Genomik: Golze et al. 2000, Q-Fleisch-RHV 2018–2021, Halli et al. 2020/2022/2024, Schulz et al. 2021.

Rasse & Verein

Rasseportrait Rotes Höhenvieh

Rasseinfo Kurzform

Zucht & Genetik

Molekulargenetische Differenzierung verschiedener Rotviehpopulationen (2001)

Untersuchungen zu einem Monitoring genetischer Diversität bei Nutztierrassen: Ergebnisse zum Roten Höhenvieh (2010)

Historisches Archiv

Übersicht historische Rotviehschläge

Historische Quellenbibliothek

Haltung & Landschaftspflege

Rotes Höhenvieh in der Landschaftspflege

Entwurmung und Dungfauna in Naturschutzweiden

Einstieg in die RHV-Haltung

Rotes Höhenvieh halten - Der Einstieg für neue Halter*innen

Checkliste zum Kauf eines Zuchttieres

Rinder halten, oder züchten?

Förderung

Formulare und praktische Vorlagen

Muster Kaufvertrag / Leihvertrag Zuchtrinder

Hinweis: Diese Vorlagen sind eine Arbeitshilfe. Sie müssen an den konkreten Kauf, den Status der Vertragsparteien (privat/gewerblich) und ggf. besondere Gewährleistungsregeln angepasst werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Zuchtprogramme

Qnetics – Zuchtprogramme Rotes Höhenvieh

Qnetics veröffentlicht die amtlich genehmigten Zuchtprogramme seiner anerkannten Zuchtverbände in Hessen und Thüringen. Die Zuchtprogramme enthalten die verbindliche Rassedefinition, das Zuchtziel, Anforderungen an Herdbuchführung, Leistungsprüfung, Selektion und genetische Besonderheiten. 

RinderAllianz – Zuchtprogramm Rotes Höhenvieh

Die Rinderzuchtverband Sachsen-Anhalt eG innerhalb der RinderAllianz führt ein eigenes genehmigtes Zuchtprogramm für das Rote Höhenvieh. Die Unterlagen enthalten unter anderem Rassedefinition, Zuchtziel, Herdbuchpopulation und Regelungen zu genetischen Erbfehlern. Besonders relevant ist dies für Züchter in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Vereine & Initiativen rund um das Rote Höhenvieh

Die Erhaltung des Roten Höhenviehs ist das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit zahlreicher Züchterinnen und Züchter, regionaler Vereine, Naturschutzorganisationen und Initiativen. In verschiedenen Regionen Deutschlands haben sich eigene Strukturen entwickelt, die sich der Zucht, dem Erhalt regionaler Rotviehtraditionen, der Landschaftspflege oder der Vermarktung von Produkten des Roten Höhenviehs widmen.
Die folgende Sammlung soll einen Überblick über Vereine und Initiativen geben, die einen unmittelbaren Bezug zum Roten Höhenvieh besitzen. Hinweise auf weitere aktive Gruppen und aktuelle Internetauftritte nehmen wir gerne entgegen.

Verein zur Erhaltung und Förderung des Roten Höhenviehs e. V.

Einer der ältesten Erhaltungsvereine für das Rote Höhenvieh. Der Verein entstand im hessischen Raum und war maßgeblich am Wiederaufbau der Population beteiligt. Er ist auch heute noch aktiv; 2024 fand beispielsweise ein Züchtertreffen unter seiner Beteiligung statt.

Interessengemeinschaft Rotes Höhenvieh e. V.

Regionaler Verein im Raum Wettenberg/Biebertal in Hessen. Die Interessengemeinschaft beschäftigt sich mit Erhalt, Zucht und öffentlicher Darstellung des Roten Höhenviehs. Die Gemeinde Wettenberg führt den Verein weiterhin in ihrem aktuellen Vereinsverzeichnis.

Verein zur Förderung des Roten Höhenviehs im Weserbergland e. V.

Der Verein wurde gegründet, um das Rote Höhenvieh als traditionelle Mittelgebirgsrasse im Weserbergland zu erhalten. Neben Zucht und Tierpatenschaften spielen Landschaftspflege, Naturschutz, Flächenentwicklung und regionale Vermarktung eine wichtige Rolle.

Verein zur Förderung der Rotviehzucht in Westfalen e. V.

Der Verein beziehungsweise seine Zuchtarbeit ist aus dem Wittgensteiner Raum historisch und züchterisch belegt. Öffentlich auffindbare ältere Quellen nennen einen „Verein zur Förderung der Rotviehzucht“ als Besitzer und Aussteller von Rotem Höhenvieh.

Vogtländisches Rotvieh e. V.

Der Verein entstand Anfang der 1990er-Jahre aus den Bemühungen um die Erhaltung der letzten Vogtländischen Rotviehbestände. Das Vogtländische Rotvieh wird heute als regionaler Ursprungskomplex innerhalb des Roten Höhenviehs verstanden. Sächsische Fachpublikationen nennen den Verein ausdrücklich als zentrale Organisation der Wiederaufbauzucht.

Verein für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis e. V. (VNV)

Der VNV betreibt seit Jahrzehnten ein eigenes Projekt mit Rotem Höhenvieh. Die Tiere werden zur Pflege von Feuchtgrünland, Magerweiden und Naturschutzflächen eingesetzt; der Verein verfügt über eine eigene RHV-Herde. Damit gehört er zu den interessantesten Beispielen für die Verbindung von Erhaltungszucht und Landschaftspflege.

Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. (LBV)

Der LBV ist Träger des Rotviehprojekts in Tännesberg in der Oberpfalz. Dort wurde Rotes Höhenvieh gezielt zur extensiven Pflege wertvoller Naturschutzflächen eingesetzt und gleichzeitig wieder eine regionale Rotviehhaltung aufgebaut.

Archeregion Vogtland e. V.

Die Archeregion Vogtland widmet sich der Erhaltung gefährdeter regionaler Nutztierrassen. Mehrere Mitgliedsbetriebe halten und züchten Rotes Höhenvieh; die Rasse wird auf der Vereinswebsite mit eigenem Portrait geführt.

Rinderzuchtverein Siegen-Wittgenstein e. V.

Der regionale Rinderzuchtverein betreut mehrere Rassen; das Rote Höhenvieh besitzt im Wittgensteiner Land eine besonders starke Tradition und wird auf der Vereinsseite ausführlich vorgestellt. Der Verein organisiert außerdem regionale Tierschauen, bei denen RHV regelmäßig vertreten ist.

Slow Food Deutschland e. V.

Slow Food führt das Rote Höhenvieh seit 2015 als Arche-Passagier. Mittlerweile unterstützen mehrere regionale Slow-Food-Gruppen das RHV: Regensburg-Oberpfalz, Sauerland, Harz, Hannover und seit 2025 Nordhessen. Die Seite bietet zudem eine umfangreiche Übersicht von Züchtern, Vermarktern und regionalen Initiativen.

Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH)

Die GEH betreut das Rote Höhenvieh als gefährdete einheimische Nutztierrasse, veröffentlicht Rasseinformationen und eine eigene Rote Liste und begleitet die Erhaltungsarbeit fachlich. Sie benennt außerdem Rassebetreuer und vernetzt Erhaltungsvereine und Züchter.

VIEH e. V. – Vielfältige Initiativen zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen

VIEH e. V. beschäftigt sich allgemein mit der Erhaltung alter Nutztierrassen und führt auch Informationen zum Roten Höhenvieh. Die Initiative wird auch von anderen RHV-Projekten als weiterführende Erhaltungsorganisation genannt.

PROVIEH e. V.

PROVIEH ist ein Tierschutzverein mit Schwerpunkt Nutztierhaltung und stellt auf seiner Website auch alte Nutztierrassen vor. Für das Rote Höhenvieh existiert ein eigenes ausführliches Rasseportrait.

Tännesberger Rotvieh / Interessengemeinschaft der Rotviehzüchter in der Oberpfalz

Aus dem LBV-Projekt in Tännesberg entstand eine regionale Interessengemeinschaft von Rotviehzüchtern. Im Mittelpunkt stehen Landschaftspflege, Zucht und regionale Vermarktung.

Weiterführende Links

Die GEH setzt sich bundesweit für die Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen ein. Sie betreut zahlreiche Erhaltungsprojekte, das Arche-Projekt und führt eine eigene Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen, in der auch das Rote Höhenvieh geführt wird.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft ist der bundesweite Rassedachverband des Roten Höhenviehs und bündelt die Interessen der Züchter und Zuchtorganisationen. Auf ihrer Website finden sich Informationen zur Rasse, Zucht, Bundesschauen, Veranstaltungen und aktuellen Entwicklungen.

TGRDEU ist das staatliche nationale Inventar der tiergenetischen Ressourcen Deutschlands. Hier werden seit 1997 Zuchttierbestände dokumentiert. Die Daten bilden eine wesentliche Grundlage für die offizielle Gefährdungsbewertung einheimischer Nutztierrassen. Die Datenbank wird vom Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung geführt. Für aktuelle Bestandszahlen und die staatliche Gefährdungseinstufung des Roten Höhenviehs ist dies eine der wichtigsten Quellen.

Das Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stellt auf GENRES umfangreiche Informationen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung einheimischer Nutztierrassen bereit. Hier finden sich unter anderem die offizielle Rote Liste, Informationen zu Fördermaßnahmen, Genbanken, Erhaltungszucht, Tierzuchtrecht und internationaler Zusammenarbeit.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung veröffentlicht gemeinsam mit dem Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen regelmäßig die offizielle staatliche Gefährdungseinstufung der einheimischen Nutztierrassen Deutschlands. Das Rote Höhenvieh wird in der aktuellen Liste als Beobachtungspopulation geführt. Die Rote Liste enthält außerdem Bestandszahlen, Rasseportraits und Informationen zu Fördermöglichkeiten.

Das von Bund und Ländern beschlossene Nationale Fachprogramm bildet den strategischen Rahmen für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung einheimischer Nutztierrassen in Deutschland. Zu seinen Zielen gehören ausdrücklich die Erhaltung einheimischer Rassen, ihre Nutzung in der Landwirtschaft und die Förderung ihres Einsatzes in Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Für eure Themen Erhaltungszucht und Landschaftspflege ist das eine besonders passende Referenz.

Das Institut für Nutztiergenetik des Friedrich-Loeffler-Instituts in Mariensee forscht unter anderem zur Charakterisierung, Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen und berät die Bundesregierung in Fragen der Nutztiergenetik.

Die Deutsche Genbank wurde 2016 von Bund und Ländern als nationale Sicherungsreserve für die genetische Vielfalt einheimischer Nutztierrassen eingerichtet. Am FLI-Standort Mariensee werden unter anderem Sperma, Eizellen und Embryonen tiefgefroren und langfristig gesichert. Das Material kann der Erhaltungszucht und Forschung zur Verfügung stehen. Für eure Arbeit zur Sicherung alter RHV-Genetik ist dieser Link besonders relevant.

Der BRS ist der Dachverband der deutschen Rinder- und Schweinezucht. Er koordiniert unter anderem Fragen zu Zucht, Reproduktion, Leistungs- und Qualitätsprüfung und Tiergenetik. Das offizielle Zuchtziel des Roten Höhenviehs wird auf Bundesebene durch den BRS in Abstimmung mit dem Bundesrassedachverband (BAG RHV) festgelegt.

DAD-IS ist die weltweite Datenbank der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zu tiergenetischen Ressourcen. Sie enthält Informationen zu Nutztierrassen, Populationsgrößen, Gefährdungsstatus, geografischer Verbreitung und Kryokonservierung aus mehr als 180 Ländern. Sie ermöglicht die internationale Einordnung des Roten Höhenviehs und anderer lokaler Rassen.

Das European Union Reference Centre for Endangered Animal Breeds unterstützt auf EU-Ebene die Entwicklung und Harmonisierung wissenschaftlicher Methoden zur Erhaltung gefährdeter Rassen und ihrer inneren genetischen Vielfalt. Die BLE ist eine der drei Partnerorganisationen des Referenzzentrums. Besonders interessant sind die dort bereitgestellten Werkzeuge zur Bewertung von Verwandtschaft, genetischer Vielfalt und Erhaltungszuchtprogrammen.

Das ERFP ist die europäische Plattform für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung tiergenetischer Ressourcen. Es koordiniert die Zusammenarbeit der europäischen Staaten bei In-situ- und Ex-situ-Erhaltung und unterstützt die Umsetzung des Globalen Aktionsplans der FAO.

EUGENA vernetzt die europäischen Genbanken für landwirtschaftliche Nutztiere. Ziel ist die langfristige Ex-situ-Sicherung genetischen Materials und dessen nachhaltige Nutzung. Die Plattform gibt Einblick in beteiligte Genbanken, Tierarten und vorhandene Kryoreserven.

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